das attat hospital in äthiopien


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Neubau und Erweiterung
des Krankenhauses

In den letzten 20 Jahren hat sich die Zahl der Patienten und Angestellten im Attat Hospital immer weiter vergrößert - die Räumlichkeiten blieben jedoch unverändert und platzen aus allen Nähten. Für den reibungslosen Krankenhausbetrieb und bessere Arbeitsbedingungen sind bauliche Veränderungen dringend notwendig. Sr. Rita erläutert die Details:

  • Mehr Platz fürs Labor
    Die Anzahl der Labaruntersuchungen hat sich verzehnfacht (11.976 im Jahr 1970; 103.685 Tests im Jahr 2008). Seit zehn Jahren betreuen wir auch AIDS-Patienten während ihrer sehr komplexen Therapie mit Anti-Retro-Viralen-Medikamenten. Zu diesem Zweck wurden dem Labor etliche große Maschinen hinzugefügt. Angehende Laboranten des Hosana Health Science College können bei uns praktische Erfahrungen sammeln. Das heißt: Es arbeiten mehr Apparate und Menschen auf viel zu kleiner Fläche. Spezifische Arbeitsbereiche zum Beispiel von HIV oder Tuberkulose Untersuchungen müssen ausgegliedert werden. Durch den Neubau könnten wir den oft angemahnten Vorschriften und Anforderungen der Regierung gerecht werden.

  • Umkleideräume und sanitäre Einrichtungen für das
    Krankenhaus-Personal

    Mit der Zunahme unterschiedlicher Leistungen stieg der Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern. Momentan sind die Umkleideräume in irgendwelchen Winkeln der verschiedenen Abteilungen oder in einigen kleinen Eckzimmern, die für nichts anderes gebraucht werden können. Der Wunsch nach angemessenen sanitären Anlagen ist seit vielen Jahren eine ständige Bitte von Seiten der Krankenhausgewerkschaft. Bis jetzt haben wir uns immer wegen Platzmangel herausgeredet. Helle, großzügige Umkleideräume, Toiletten und Duschen wären ein enormer Schritt zu mehr Zufriedenheit unserer Mitarbeiter. (Wir möchten ja auch leben, was wir anderen predigen.)

  • Einrichtung eines adäquaten Notfallraumes
    Momentan ist der Notfallraum des Hospitals ein kleines Seitenzimmer neben der chirurgischen Station, im dem auch die Schränke mit den Laken stehen. Nur drei Personen haben darin Platz. Deshalb weichen wir oft in den Operationsbereich aus oder auf die Station selbst. Das stört den Ablauf und die Sterilität des OP-Bereichs. Er leidet unter all dem Kommen und Gehen. Durch den gewonnenen Platz könnte die Hälfte der jetzigen Apotheke zu einem Notfallraum umgebaut werden - sehr gut erreichbar direkt im Eingangsbereich. Dies würde die Arbeitsatmosphäre verbessern und eine schnellere Notversorgung ermöglichen. Ein vernünftiges Notfallzimmer wäre unser absoluter Traum.



  • Alternative zum überfüllten Wartebereich in der Ambulanz
    Wenn Patienten zu uns kommen, durchlaufen sie mehrere Stationen. Zunächst brauchen sie eine Ambulanzkarte (bei der Kasse bezahlen), dann geht es zu den Untersuchungszimmern, dann zum Labor (vorher wieder zur Kasse), dann zurück zum Untersuchungszimmer, dann erneut zur Kasse und anschließend zur Apotheke. Im jetzigen Set-Up der Ambulanz überschneiden sich die Wartebereiche all dieser Wege. Die Fläche ist einfach zu klein. Es ist unmöglich einen sinnvollen Patientenfluss ohne Menschentrauben vor Türen und Fenstern hinzukriegen. Im neuen Bauplan verdoppeln wir die Wartefläche und haben die unterschiedlichen Funktionen örtlich so weit wie möglich räumlich von einander getrennt. Mit der Neueinteilung der Räume wollen wir überkreuzende Wege und mit Wartenden überfüllte Gänge verhindern. Künftig soll jeder Patient einen Sitzplatz haben. Dies wird die oftmals sehr langen Wartezeiten durch den geordneteren Ablauf wesentlich verkürzen. Des weiteren wird der komplette Wartebereich mit einer hohen Bedachung für mehr Schatten und Luftzufuhr versehen.

    Plan Eingangsbereich/Warteraum



  • Verlegung von Kasse, Kartenraum, Apotheke und Spritzenzimmer
    Um den Patientenstrom in der Ambulanz so praktisch und funktionell wie möglich zu gestalten, nehmen wir eine Raumumverteilung vor. Kasse und Kartenraum ziehen in den neuen Block um und werden so von den Patienten als Erstes nach Betreten des Krankenhausgeländes erreicht. Die Apotheke kommt in die ursprünglichen Kassen/ Kartenräume und rückt somit mehr an den Rand des Wartebereichs. Patienten, die auf ihre Medikation warten, sitzen nicht mehr zwischen den Neuankömmlingen, die zum Art wollen. Das Verbands- und Spritzenzimmer wird auf eine günstigere Position im Ambulanzbereich verlegt, damit die Leute nicht mehr so lange danach suchen müssen wie das zur Zeit durch die abgelegene Lage nötig ist.

Die hier aufgeführten Punkte sind einige der Beweggründe, die uns zum Umbau zwingen. Es geht nicht um die Erweiterung der Institution, sondern um mehr Raum und damit um mehr Qualität für das was ohnehin schon läuft. Es passiert halt vieles unter sehr beengten Verhältnissen. Mit den vorliegenden Plänen können wir Abhilfe schaffen.